Revision des ZNU-Standards bringt Neuerungen

Der ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften soll künftig nicht nur für Lebensmittel gelten. Auch Nonfood sowie Dienstleister können zertifiziert werden.

Internationaler und breiter anwendbarsoll künftig der ZNU-Standard „Nachhaltiger Wirtschaften“ des Zentrums für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Uni Witten/Herdecke werden. Die Revisionsfassung wird noch in diesem Jahr veröffentlicht. Mit ihr sollen auch Teilbereiche der FMCG-Branche einbezogen werden. „Wir öffnen den ZNU-Standard nach und nach. Mit Johnson & Johnson sowie Naturkosmetikhersteller Laverana haben die ersten Non- bzw. Nearfood-Produzenten den  Zertifizierungsprozess erfolgreich durchlaufen. Auch Dienstleister wie Logistikunternehmen können sich zertifizieren lassen“, erklären Christian Geßner und Axel Kölle vom ZNU. Die Revision werde zudem einen stärkeren Bezug zu den SDGs (Sustainable Development Goals), den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung, herstellen und international anwendbar sein. „Unternehmen können so Schritt für Schritt auch ihre ausländischen Dependancen zertifizieren lassen. Damit kommen wir auch den Forderungen des Lebensmittelhandels nach“, so die ZNU-Leiter.Der ZNU-Standard ist der einzige zertifizierbare Standard, der die drei Dimensionen Ökologie, Soziales und Ökonomie gleichzeitig betrachtet.