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I.1 Haben Sie Ihre wesentlichen Themen identifiziert?

I.1.1 Früherkennung

Anforderungen

Die Handlungsfelder des Unternehmens in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Soziales (siehe Anforderungen II.1 - II.23), werden systematisch erfasst und mindestens einmal jährlich nach ihrer Aktualität und Wesentlichkeit bewertet: 

  • auf Unternehmens- bzw. Standortebene und
  • entlang der Wertschöpfungskette.


Nachweismöglichkeiten

  • Eine Wesentlichkeitsmatrix, die sowohl die wesentlichen Themen auf Unternehmensebene als auch in der Wertschöpfungskette umfasst
  • Einzelbetrachtung der wesentlichen Themen auf Unternehmensebene (z. B. ZNU-NachhaltigkeitsCheck, Relevanzmatrix, ABC-Analyse, Risikoinventar, Risikomatrix) in Verbindung mit einer Einzelbetrachtung der wesentlichen Themen entlang der Wertschöpfungskette / Produktebene (z. B. Hot-Spot-Screening oder / und -Analysen, Lebenszyklusanalysen, Risikobewertungen auf Produktebene)

I.1.2 Früherkennung

Anforderungen

Die wesentlichen Anspruchsgruppen und deren Interessen werden systematisch erfasst, bewertet und mindestens einmal jährlich auf ihre Aktualität geprüft.

Nachweismöglichkeiten

  • Anspruchsgruppenanalyse inklusive Bewertung der Interessen der wesentlichen Anspruchsgruppen  
  • Anspruchsgruppenbefragung / Stakeholderdialog / Round Table inklusive Bewertung der Interessen der wesentlichen Anspruchsgruppen 

I.2 Wie nachhaltig ist Ihre Unternehmenskultur?

I.2.1 Philosophie / Werte

Anforderungen

Die Unternehmensphilosophie:

  • bezieht ökologische, ökonomische und soziale Aspekte ein und reflektiert folgende Fragen: Wofür stehen wir (unsere Produkte / Dienstleistungen)? Was wollen wir erreichen? Welche Werte sind uns wichtig?
  • wird den Beschäftigten zugänglich gemacht und verständlich vermittelt
  • wird den externen Anspruchsgruppen zugänglich gemacht

 

 

Nachweismöglichkeiten

  • Leitbild, Credo, Vision / Mission, Statements in der Unternehmenspolitik, Unternehmensgrundsätze, Werte, Code of Conduct
  • Dokumentation über den Entstehungsprozesses und der Umsetzung der Unternehmensphilosophie und -Strategie
  • Schulungen, Befragungen, Bekanntmachungen, Intranet usw. zur Erläuterung, wie die Unternehmensphilosophie im Unternehmen zugänglich gemacht und vermittelt wird
  • Internet, Broschüren, Nachhaltigkeitsbericht usw. zur Dokumentation für relevante externe Anspruchsgruppen

I.2.2 Philosophie / Werte

Anforderungen

Das Unternehmen legt offen, wie die Werte

  • im Unternehmen gelebt und
  • entlang der Wertschöpfungskette berücksichtigt werden.

 

 

Nachweismöglichkeiten

  • Dokumentation von Projekten / Initiativen etc. durch Aushänge, Intranet, Internet, firmeneigene strategische Papiere etc.
  • Meetings, interne Verhaltensregeln, Investitions- / Einstellungskriterien, Werte-Workshops, Ergebnisse aus Befragungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Roadmap, Strategieplanung
  • Einkaufsrichtlinien, Lieferantenbewertung, Code of Conduct,  Code of Ethics, Corporate Identity etc.

I.2.3 Philosophie / Werte

Anforderungen

Der Bezug zur gesellschaftlichen Nachhaltigkeitspolitik wird hergestellt. Die Einhaltung von Gesetzen sowie internationaler Verhaltensstandards wird allen relevanten Anspruchsgruppen kommuniziert. 

 

 

Nachweismöglichkeiten

  • Dokumentiertes Leitbild / Code of Conduct / Statement zur Nachhaltigkeit mit Bezug zu Programmen wie Agenda 21, Brundtland-Definition, UN Sustainable Development Goals, ISO 26000 , EU-Definition, Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, Deutscher Nachhaltigkeitskodex, Verhaltensstandards inklusive Verpflichtung zur Einhaltung rechtlicher Anforderungen

I.3 Ist Nachhaltigkeit in den Zielen und Meilensteinen integriert?

I.3.1 Ziele / Meilensteine

Anforderungen

Für die wesentlichen Handlungsfelder aus der Früherkennung sind zur fortlaufenden Verbesserung adäquate und messbare Ziele entwickelt und festgelegt. Es wird systematisch dargestellt, wie die Ziele erreicht werden sollen. Dabei sind

  • Ist-Zustand im Basisjahr
  • Soll-Zustand im Zieljahr
  • Indikatoren / Kennzahlen
  • Maßnahmen
  • Meilensteine / Fristen
  • Verantwortlichkeiten
  • Status / Zielerreichungsgrad

zu dokumentieren.

 

Nachweismöglichkeiten

  • Dokumentation aller Nachhaltigkeitsziele (quantitativ und qualitativ) auf Unternehmens- bzw. Standortebene und auf Produktebene bzw. entlang der Wertschöpfungskette
  • Integrierte Dokumentation im Rahmen der Unternehmensstrategie oder explizite Darstellung in Form eines Nachhaltigkeits-Fahrplans / -Zielprogramms

I.3.2 Ziele / Meilensteine

Anforderungen

Meinungen und Interessen von Anspruchsgruppen werden bei der Erarbeitung von Zielen und der Planung von Meilensteinen angemessen berücksichtigt.

 

 

Nachweismöglichkeiten

  • Dokumentation des Anspruchsgruppendialoges bei der Erarbeitung von Zielen und bei der Umsetzungsplanung
  • Bezug zur Anspruchsgruppenanalyse und -befragung