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I.4 Reichen die Ressourcen um die Ziele zu erreichen?

I.4.1 Integration / persönlicher Beitrag

Anforderungen

Die systematische Integration der Nachhaltigkeitsaktivitäten in bestehende Prozesse wird dokumentiert.

Nachweismöglichkeiten

  • Prozessbeschreibungen, Ergänzungen in bestehende Zielprogramme / Verfahrensanweisungen u. ä.
  • Zuordnung der Nachhaltigkeitsaktivitäten zu den Prozessen im Unternehmen mit erläuternder Beschreibung, Verfahrensanweisungen o. ä.
  • Dokumentiertes integriertes Managementsystem z.B. Handbuch

I.4.2 Integration / persönlicher Beitrag

Anforderungen

Angemessene Kapazitäten / Ressourcen zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele sind bereitgestellt:

  • Nachhaltigkeit ist auf Ebene des Top-Managements verankert und in die relevanten Unternehmensprozesse integriert. Verantwortliche (oberste Leitung) und Stellvertretung sind benannt
  • Zudem ist ein Verantwortungsbereich im Unternehmen eingerichtet, der sich abteilungsübergreifend und interdisziplinär mit Nachhaltigkeitsfragen beschäftigt  (z. B. Nachhaltigkeits-Team). Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind dokumentiert. Eine qualifizierte Ansprechperson für Nachhaltigkeit inklusive Vertretung ist benannt und wird intern und extern kommuniziert
  • Die Beschäftigten werden dazu ermutigt, einen aktiven Beitrag zur Verwirklichung und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens zu leisten.
  • Externe Anspruchsgruppen sollen, wo möglich und sinnvoll, bei der Umsetzung der abgeleiteten Maßnahmen einbezogen werden

Nachweismöglichkeiten

  • Zuordnung des Ressourceneinsatzes zur Verfolgung der Nachhaltigkeitsziele (z. B. Investitionen in nachhaltigere Produkt- und Dienstleistungsinnovationen, Kapazitäten- / Ressourcenplanung)
  • Verantwortlichkeitenmatrix, Organigramm, Sitzungsprotokolle
  • Teamlisten, Stellenbeschreibungen, Benennungen / Berufungen, Nachweise über Ausbildungen / Weiterbildungen
  • Nachweise zur Kommunikation der Ansprechpersonen, Teamsitzungsprotokolle
  • Vorschlagswesen, Zielerreichungsgespräche, Prämien, Abgleich individuelle/ strategische Ziele, Feedbackkultur, Informationsmaterialien
  • Dokumentation von Projekten mit externen Anspruchsgruppen (z. B. Kooperation mit einem Naturschutzverein zur Förderung der Biodiversität am Standort)

I.4.3 Integration / persönlicher Beitrag

Anforderungen

Der persönliche Beitrag für mehr Nachhaltigkeit wird wertgeschätzt. Sofern es Verfahren zur persönlichen Leistungsbeurteilung gibt, werden Leistungen mit Blick auf die Ziele (siehe I.3) berücksichtigt.

Nachweismöglichkeiten

  • Dokumentation zur Bewertung der persönlichen Leistung der Beschäftigten, z. B. Protokolle von Gesprächen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Prämien für den persönlichen Beitrag zur Erreichung der unternehmerischen Nachhaltigkeitsziele, Auslobungen für innovative Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Rahmen des Vorschlagswesens

I.5 Wie neugierig und lernfähig ist Ihr Unternehmen?

I.5.1 Bildung / Lernprozess

Anforderungen

Alle Beschäftigten werden fortlaufend für Nachhaltigkeit sensibilisiert.

Nachweismöglichkeiten

  • Bildungsmaterialien zu Nachhaltigkeit: Intranet, Aushänge, Rundschreiben u. ä.
  • Interne Besprechungen, Schulungen, Audits, Betriebsversammlungen u. ä.
  • Teilnahmebescheinigungen für nachhaltigkeitsbezogene Tagungen, Seminare, Arbeitskreise etc.

I.5.2 Bildung / Lernprozess

Anforderungen

Der Lernbedarf wird für die relevanten Unternehmensbereiche regelmäßig ermittelt. Die Teilnahme an Weiterbildungen, Schulungen usw. wird ermöglicht. Es findet ein Austausch zur Wirksamkeit von Bildungsmaßnahmen statt.

Nachweismöglichkeiten

  • Dokumentation von Maßnahmen intern (Bedarfserfassung, Schulungsplan, Personalentwicklungspläne, digitales Coaching, Befragungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern) und extern (Zertifikate, Belehrungsnachweise, etc.)
  • Wirksamkeitsüberprüfung: Fragebogen, Protokoll von Gesprächen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, interne Audits

I.5.3 Bildung / Lernprozess

Anforderungen

Das Unternehmen stellt sicher, dass alle relevanten Gesetze, Richtlinien und Vorschriften, die für das Nachhaltigkeitsmanagementsystem von Bedeutung sind, in der aktuellen Fassung ermittelt wurden und zugänglich sind.

Nachweismöglichkeiten

  • Liste zu aktuellen rechtlichen Verordnungen und Genehmigungsauflagen zur Produktsicherheit, zu Menschenrechten, zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz sowie zur Kreislaufwirtschaft
  • Rechtskataster, EUR-Lex, Umwelt-Online

I.5.4 Bildung / Lernprozess

Anforderungen

Kooperationen mit Akteurinnen und Akteuren der Wertschöpfungskette und mit anderen Organisationen (Unternehmen, Hochschulen, Verbraucherschutzverbänden o. a.) sind etabliert. Bildungsprojekte / Maßnahmen fördern das Bewusstsein für und das Wissen über nachhaltigeres Produzieren und Konsumieren in Branche und Gesellschaft.

Nachweismöglichkeiten

  • Dokumentation von Mitgliedschaften / Netzwerkengagement zum Thema Nachhaltigkeit
  • Vorträge zu den wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen des Unternehmens
  • Bildungspartnerschaften in der Wertschöpfungskette
  • Investitionen in Forschung, internationale Zusammenarbeit, Entwicklungszusammenarbeit etc.