Umwelt

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Anforderungen "Umwelt"

II.1 Klima

Anforderungen

Das Unternehmen arbeitet sowohl auf Unternehmens- bzw. Standortebene als auch entlang der Wertschöpfungskette systematisch an einem effektiven Schutz des Klimas.
Zur Vermeidung und Verminderung von Treibhausgasemissionen werden diese zumindest auf Unternehmensebene systematisch erfasst, dokumentiert und ausgewertet. Dabei werden auf Basis internationaler Standards (GHG Protocol,  ISO 14064) mindestens alle Emissionen, die im GHG-Protocol unter Scope 1 und 2 fallen, erfasst. Ziel ist es, so viele Primärdaten wie möglich zugrunde zu legen.

 

 

Nachweismöglichkeiten

  • Klimabilanz aller Geschäftstätigkeiten (Corporate Carbon Footprint), z. B. nach GHG-Protocol oder ISO 14064, Critical Review
  • Daten zu standortbezogenen Treibhausgasemissionen aus Energieverbräuchen (inklusive Transportkraftstoffe) und Kältemittelverlusten (z.B. auf Basis der ISO 50001, einer Produktökobilanz, Energiebilanz oder Produktklimabilanz)
  • Ziele, Maßnahmen und Kooperationen mit Anspruchsgruppen zum Klimaschutz, z.B. Klimaschutzprogramm

II.2 Energie

Anforderungen

Das Unternehmen arbeitet sowohl auf Unternehmens- bzw. Standortebene als auch entlang der Wertschöpfungskette systematisch an

  • der Reduktion des Energieverbrauchs,
  • der Steigerung der Energieeffizienz und
  • der Steigerung des Einsatzes erneuerbarer Energien.

Nachweismöglichkeiten

  • Daten zu Energieverbräuchen, Daten und Bericht zur ISO 50001
  • Ziele, Maßnahmen und Kooperationen mit Anspruchsgruppen zur Effizienzsteigerung, Einsatz innovativer Umwelttechnologien, Anteil erneuerbarer Energien u. ä.

II.3 Verpackung

Anforderungen

Das Unternehmen achtet systematisch darauf,

  • unnötige Verpackung zu vermeiden (z. B. Umverpackungen),
  • Verpackungsgewicht zu vermindern (z. B. dünnere Materialien),
  • verwertbare und / oder wiederverwendbare Verpackung einzusetzen (z. B. Mehrweg) und die Umweltauswirkungen, die durch Verpackungen entstehen, zu minimieren (z. B. umweltschonende Materialien).

 

 

Nachweismöglichkeiten

  • Dokumentation und Datensammlung zu Verpackungseinsatz, -zusammensetzung und -verwendung
  • Ziele, Maßnahmen und Kooperationen mit Anspruchsgruppen über umweltschonende Rohstoffgewinnung, Verpackungsvermeidung, -verminderung und -optimierung
  • Nachweise zum Einsatz von recyceltem Material

II.4 Abfall

Anforderungen

Das Unternehmen

  • vermeidet Abfälle,
  • minimiert unvermeidbare Abfälle,

und führt diese der geeigneten Verwertung bzw. Entsorgung zu.

Nachweismöglichkeiten

  • Ziele und Maßnahmen und Kooperationen mit Anspruchsgruppen über Abfallvermeidung, -minimierung, -substituierung und geeigneter Verwertung bzw. Entsorgung
  • Daten zur Abfallbilanzierung
  • Dokumentation der systematischen Identifizierung und Vermeidung verbotener und bedenklicher Chemikalien, Pestizide, Schadstoffe, Rohstoffe auf Mineralölbasis u. a. Substanzen (z. B. REACH-Verordnung) inklusive eines Plans zur Vermeidung von Umweltunfällen

II.5 Wasser

Anforderungen

Das Unternehmen arbeitet

  • auf Unternehmens- bzw. Standortebene und
  • entlang der Wertschöpfungskette

systematisch an einem effektiven Schutz und an einem schonenden Umgang mit der Ressource Wasser.

 

Nachweismöglichkeiten

  • Dokumentation und aktuelle Daten zum betrieblichen Wasserverbrauch, zu Wasserquellen und / oder Wasserfußabdruck (nach ISO 14046)
  • Ziele, Maßnahmen und Kooperationen mit Anspruchsgruppen zum Gewässerschutz und zur sparsamen Wassernutzung

II.6 Boden

Anforderungen

Das Unternehmen arbeitet

  • auf Unternehmens- bzw. Standortebene und
  • entlang der Wertschöpfungskette

systematisch an einem effektiven Schutz und an einem schonenden Umgang mit der Ressource Boden.

 

Nachweismöglichkeiten

  • Daten zu Überbauung, Versiegelung, Bodenbearbeitung, Erosion, Überdüngung, Pestizideinsatz, Schadstoffeintrag, usw.
  • Ziele, Maßnahmen und Kooperationen mit Anspruchsgruppen zur optimalen Flächennutzung, Minimierung der Bodenbelastung und Sicherung der Bodenqualität.

II.7 Luft

Anforderungen

Das Unternehmen arbeitet

  • auf Unternehmens- bzw. Standortebene und  
  • entlang der Wertschöpfungskette

systematisch daran, die Luftqualität zu verbessern.

 

 

Nachweismöglichkeiten

  • Daten zu Emissionsmessungen (Ammoniak, Feinstaub, Stickstoffdioxid usw.)
  • Ziele, Maßnahmen und Kooperationen mit Anspruchsgruppen zur Minimierung von Luftbelastungen / Steigerung der Luftqualität

II.8 Biodiversität

Anforderungen

Das Unternehmen arbeitet

  • auf Unternehmens- bzw. Standortebene und
  • entlang der Wertschöpfungskette

systematisch an einem effektiven Schutz der Biodiversität (Vielfalt der Lebensräume [Ökosysteme], Vielfalt der Arten und der genetischen Vielfalt innerhalb einer Art).

 

 

Nachweismöglichkeiten

  • Dokumentation zu Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf die Biodiversität am Standort und entlang der Wertschöpfungskette bis zur Urproduktion (Pestizid- / Düngemitteleinsatz, Schutzgebiete, Anzahl Sorten / Rassen die genutzt werden etc.)
  • Anteil an zertifizierten Produkten, die den Schutz der Biodiversität zum Ziel haben z. B. RSPO (nachhaltiges Palmöl), FSC, Rainforest Alliance
  • Ziele, Maßnahmen und Reporting über Projekte zum Schutz / Förderung der Biodiversität entlang der Wertschöpfungskette
  • Beschaffungsrichtlinien / Vereinbarungen mit Zulieferbetrieben

II.9 Tierwohl

Anforderungen

Das Unternehmen arbeitet

  • auf Unternehmens- bzw. Standortebene und
  • entlang der Wertschöpfungskette

systematisch an der Steigerung des Tierwohls.

 

 

Nachweismöglichkeiten

  • Nachweise über sach- und artgerechte Haltung und Nutzung
  • Anteil an Zertifizierungen zum Tierwohl
  • Ziele, Maßnahmen und Reporting über Projekte zum Thema Tierwohl entlang der Wertschöpfungskette (z. B. alternative Haltungsformen / Sicherheitsstudien)
  • Beschaffungsrichtlinien / Vereinbarungen mit Zulieferbetrieben